In motion

11 09 2017

IMG_4275

Advertisements




Geburt einer Muse

6 09 2017

Zeichnen ist in vielerlei Hinsicht wundervoll. Es beruhigt enorm, hilft, Emotionen und Erlebnisse zu sortieren und anstatt unruhiger Schlaflosigkeit in etwas Kreatives umzuleiten. Zeichnen beinhaltet auch eine ganz andere Art Sehen: erst beim Skizzieren kommt man auf viele kleine Feinheiten des Modells, sei es ein Mensch oder ein Ast mit welkendem Laub. Ein Mensch mit starker Kurzsichtigkeit, wie es bei mir der Fall ist, orientiert sich eher nicht zu sehr nach visuellen Eindrücken, und da verhilft das Zeichnen zu dem bewussten Umschalten: „jetzt wird aber ordentlich hingeschaut!“ – einige wunderbare Entdeckungen, die man sonst für selbstverständlich hielte. Auch finde ich den Prozess der Entstehung eines Bildes faszinierend.

Vor Jahren las ich mal eine Aussage, die Michelangelo zugeschrieben wird: „Ich sah einen Engel im Marmor und ich schnitzte, bis ich ihn befreit hatte“. Gewagt? Provokativ? – Michelangelo darf es. Vor allem in letzter Zeit aber, wo ich zunehmend mit Porträts und Menschenkörpern experimentiere, fällt mir ein, wie sehr er Recht hatte. Das gewissenhafte, auch notwendigerweise lange Zeichnen, die besessene Ausarbeitung kleiner Unvollkommenheiten, die einen Mensch zum Mensch machen, hat etwas von diesem „Befreien“ in sich – in meinem Fall aus einem flachen dünnen zweidimensionalen Medium. Ich weiß nicht, ob Menschen, die Zeichnen und Malen mal professionell gelernt haben, dieses Gefühl haben oder eher lachen würden, meine Schwärmerei hier lesend. Mag sein, es ist für sie eine fade Selbstverständlichkeit, was für mich Poesie und Entdeckung ist.

Was ich euch heute jedoch zeigen möchte, gehört ebenso zu den schönen Aspekten des Zeichnens. Während man mit pygmallion´scher Begeisterung Hauttexturen und Lichtspiel in den Haaren aus dem Papier befreit, macht man – mache ich – Fotoaufnahmen von unterschiedlichen Stadien der Bildentstehung: der Blick auf ein Foto verleiht Distanz und lässt Fehler zum Korrigieren merken, die einem im kreativen Rausch unterlaufen. Heute zeige ich euch diese technischen Fotoaufnahmen zur  Entstehung einer „Muse“ (aus einem Stock-Foto):

Foto 1. „Wenn das Gesicht nicht geht, dann tue ich gar nicht weiter…“

WhatsApp Image 2017-08-16 at 21.01.25

Foto 2. „Es geht los mit den Haaren…“

WhatsApp Image 2017-08-17 at 17.26.55

Foto 3.

WhatsApp Image 2017-08-17 at 17.58.00

Foto 4. Zwischenstopp. Die Aufmerksamkeit sinkt, also ausatmen und später weitermachen. WhatsApp Image 2017-08-17 at 20.26.38

Foto 5. „Irgendetwas stimmt nicht mit der linken Hand…“WhatsApp Image 2017-08-20 at 19.48.52

Foto 6. Endfassung

IMG_4294





Die Zwei

28 08 2017

 

2017-05-10 10-04-34





Kranker Baum – und Wyatt in Kurrent

14 08 2017

Ein etwas unausgeglichener Versuch, eine Tuschezeichnung mit einem Text – in diesem Fall „I finde no peace“ von Thomas Wyatt zu kombinieren. Es hätte schöner werden können, und jedoch gefällt mir diese Unruhe und Krankhaftigkeit des Baumes, der auseinander laufenden Zeilen und des Inhaltes.

Der Text des Sonetts, in etwas modernisierten Orthographie, ist hier.

 

m1YCP2rfSwA





Dutzend Sonnen – Feuer im Ofen

17 07 2017

Eine Übung im abstrakten Zeichnen mit Aquarell- und Tuscheschtiften, Allegorie des Feuers im Ofen.

6MU3p2yBQUY





Aphrodite

26 06 2017

BCLzzoCX3kg





Porträt – aus dem KHM

10 06 2017

Porträts fallen mir besonders schwer – möglicherweise bin ich zu fasziniert von Details oder von der Gesamtgestalt, aber ein gut gewordenes, dem Original ähnliches Bild ist bei mir eher was seltenes. Hier ist eine meiner Porträtübungen: der Kopf vom Julius Cäsar aus der Antiken Sammlung im KHM und mein Entwurf dazu.