Peace

27 12 2017

Im Augenblick herrscht in meinem Leben ein kleines bisschen Dynamik. Der Jahreswechsel fiel heuer mehr oder weniger mit einem Arbeitswechsel zusammen – eh zum Besseren, jedoch nimmt mir all die Bewegung ein wenig an Energie weg, die ich sonst ins Zeichnen und oder Dichten investieren würde.

Umso schöner ist es gewesen, zu Weihnachten etwas zur Ruhe gekommen zu sein. Als Beweis dafür: ein friedliches Bild auf meinem Schreibtisch.

Guten Rutsch allerseits!

Lucy Renard

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Aus der Naivitätensammlung – meine Madonna

4 12 2017

Und heute wieder – ein altes Bild, gezeichnet als ich ungefähr 15-16 war. Es gehört gesagt, ich wurde in einer absolut weltlichen Familie der „theoretisch“ russisch-orthodoxen Christen aufgezogen. Meine Elternfamilie ist nämlich soweit unreligiös, dass ich aus den Enzyklopädien zur Kirchen- und Kulturgeschichte die Hauptnarration der Bibel lernen musste. Und zugleich auch die muslimische, judäische, buddhistische Narration und ein Haufen polytheistischen Lebensanschauungen (das Wissen über die griechische Mythologie hilft übrigens sehr beim Kreuzworträtsel-Lösen).

Um das noch klarer zu machen, maturiert habe ich auch nicht in Österreich, fern von den prächtigen Gemälden im KHM und in den zahllosen katholischen Kirchen. Ein Kreuz in einem Klassenzimmer löst bei mir nach wie vor eine leichte Verwirrung aus – was hat doch bitte Religion in einer weltlichen Schule verloren? Aber die Rede ist heute von etwas anderem.

Aus der gesamten Weltlichkeit und Unreligiösität meiner Erziehung reimte sich ein gewisser stiller Respekt zusammen, Respekt vor dem unaufdringlichen Glauben welcher auch immer konfessionellen Prägung. Mit 13 „erfand“ ich mir selbst eine Art Glauben, lose gebunden an die heutige christliche Tradition, aber ohne ausgrenzende Elemente. Das Bild entstammt dem intensiven Nachdenken und summiert, glaube ich, dieses unbetrübte Gefühl der Ruhe und des Friedens, wenn man einer so heiklen Sache unvoreingenommen und relativ rein begegnet.

Названия не требуется





Porträt

30 11 2017

Bin beim Aussortieren der Fotos auf ein Foto meines Großvaters gestoßen. Fasziniert von dieser Ausstrahlung, musste ich natürlich sofort zum Bleistift greifen…

Opa





Impressions of Self

23 11 2017

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Linke Hand

13 11 2017

Ein Kollege zeigte mir mal so einen Trick: man schreibe dasselbe Wort gleichzeitig mit beiden Händen. Richtungsmäßig geht es dann irgendwie „natürlich“ spiegelverkehrt vom Zentrum zum Seitenrand. Es entsteht eine lustige Diskrepanz zwischen dem, was man mit der Haupthand gewöhnlich schnell und leicht erledigt, und dem merkwürdigen Muster, gekritzelt mit ungeübter zweiten Hand.

Ich habe nie im Leben mit der Linken schreiben können. Wenn man es versucht, es sich beizubringen, wird man zum ersten Mal bewusst, was für eine verdammte Leistung ein Volksschulkind erbringt, als es Zeile für Zeile die nerventötenden Striche zusammenführt, bis es endlich mal – entfernt – wie Buchstaben und Wörter aussieht. Man würde es wahrscheinlich als reflektierter Erwachsene auch schneller schaffen, nachdem man eben mit der Dynamik des Schreibenlernens aus der Schulzeit vertraut ist. Ich habe dann bald aufgegeben – ich werde das linkshändige Schreiben ganz bestimmt eines Tages lernen – nun zunächst möchte ich lieber meine Dissertation schreiben 🙂

Was jedoch sehr lustig war an dem Spielchen mit dem Kollegen – ich habe auch probiert, mit der Linken zu zeichnen. Und da entstehen trotz ungeübter Feinmotorik durchaus interessante Sachen! Ein paar von denen habe ich hier wahrscheinlich schon gepostet.

Diese kurze Stilllebenskizze ist ebenso mit den linken Hand gekritzelt.

 

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Aus der Naivitätensammlung – Ein Selbstbild mit 14

2 11 2017

Die Naivitätensammlung fortsetzend, möchte ich euch immer wieder meine alten Bilder und anhand deren die Entwicklung des Zeichnens über die Jahre hinweg zeigen. Nicht dass ich mich für Dürer halte, aber es ist manchmal schon sehr lustig – und vermittelt hoffentlich den richtigen Eindruck. Es geht nicht um das Zeichnen-Können, es geht um das meditative Üben.

Schauen wir mal, ob ich mir je traue, die aus der Volksschulzeit auszupacken, die sind natürlich am lustigsten. Als erstes aber kommen daran die Zeichnungen aus dem Ende Unterstufe und aus der Oberstufe. Unser heutiger Fund: mein Selbstbild mit 14. Ich schwärmte verrückt von dem späten 19. Jahrhundert, zutiefst überzeugt, dass ich in eine falsche Zeitepoche hineingeboren wurde.

Daraus entstand nämlich die heutige Zeichnung: ich selbst betitelte sie damals als „…Und das wäre ich“ – versteht sich, wenn ich eben „zur richtigen Zeit“ geboren wäre.

Это была бы я





Bild entsteht

23 10 2017

Und hier mal wieder die Zwischenschritte auf dem Weg zu einem Porträt: diesmal mit dem Originalfoto dazu. Da das Bild nicht und nicht ähnlich wurde, ist es nach wie vor unvollendet.

 

Bild 1. So skizziert man die Umriße des Gesichts… voll daneben!

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Bild 2. Die Augen sind es! Dann machen wir die Augen neu!

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Bild 3. Und noch ein wenig anders…

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Bild 4. Ähnlicher wird es nicht und nicht…

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Bild 5. Der jetzige Stand

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