Richter, Swjatoslaw

22 02 2018

Richter





Katharina

15 02 2018

Wenn schon von herausragenden Frauen die Rede ist, darf auch Katharina (die Große) nicht fehlen. Ich finde sie irgendwie faszinierend. Mit dem jungen, klugen und zugleich naiven Mädchen, das mitten in der großen Welt landet, kann man Mitgefühl haben, über ihr Reifen und Wachsen kann man staunen, man muss sie nicht lieben, man kann ihr so manches Zeug gerechterweise vorwerfen und doch ist sie sui generis. Zum Zeichnen, noch und noch.

 

Katharina

 





Hillary

12 02 2018

Irgendwie ist mir ihr Foto in die Hand gekommen. Und in der anderen Hand hatte ich zufällig einen Stift. Eher ich mir klar war, was geschah, entstand diese Skizze 🙂

 

Hillary

 

 





Schnellporträt von S .

2 10 2017

Einmal habe ich einen Mann in dieser Technik malen gesehen: zu meinem Staunen machte er das Blatt ganz naß und ließ drauf Wasserfarbklecker „aufblühen“. Danach präzisierte der Mann die Kanten, und so entstand auf seinem Bild – was war es damals – unser damaliges Modell – wesentlich saftiger und lebendiger dargestellt, als auf meiner biederen Rötelzeichnung. Zuhause habe ich dann die Technik sofort ausprobieren müssen, und so entstand dieses Bild.

IMG_4272





Geburt einer Muse

6 09 2017

Zeichnen ist in vielerlei Hinsicht wundervoll. Es beruhigt enorm, hilft, Emotionen und Erlebnisse zu sortieren und anstatt unruhiger Schlaflosigkeit in etwas Kreatives umzuleiten. Zeichnen beinhaltet auch eine ganz andere Art Sehen: erst beim Skizzieren kommt man auf viele kleine Feinheiten des Modells, sei es ein Mensch oder ein Ast mit welkendem Laub. Jemand mit starker Kurzsichtigkeit, wie es bei mir der Fall ist, orientiert sich eher nicht zu sehr nach visuellen Eindrücken, und da verhilft das Zeichnen zu dem bewussten Umschalten: „jetzt wird aber ordentlich hingeschaut!“ – einige wunderbare Entdeckungen, die man sonst für selbstverständlich hielte. Auch finde ich den Prozess der Entstehung eines Bildes faszinierend.

Ich habe mal eine Aussage gelesen, die Michelangelo zugeschrieben wird: „Ich sah einen Engel im Marmor und schnitzte, bis ich ihn befreit hatte“. Gewagt? Provokativ? – Michelangelo darf es. Vor allem in letzter Zeit aber, wo ich zunehmend mit Porträts und Menschenkörpern experimentiere, fällt mir ein, wie sehr er Recht hatte. Das gewissenhafte, auch notwendigerweise lange Zeichnen, die besessene Ausarbeitung kleiner Unvollkommenheiten, die einen Mensch zum Mensch machen, hat etwas von diesem „Befreien“ in sich – in meinem Fall aus einem flachen dünnen zweidimensionalen Medium. Ich weiß nicht, ob Menschen, die Zeichnen und Malen mal professionell gelernt haben, dieses Gefühl haben oder eher lachen würden, meine Schwärmerei hier lesend. Mag sein, es ist für sie eine fade Selbstverständlichkeit, was für mich Poesie und Entdeckung ist.

Was ich euch heute jedoch zeigen möchte, gehört ebenso zu den schönen Aspekten des Zeichnens. Während man mit pygmallion´scher Begeisterung Hauttexturen und Lichtspiel in den Haaren aus dem Papier befreit, macht man – mache ich – Fotoaufnahmen von unterschiedlichen Stadien der Bildentstehung: der Blick auf ein Foto verleiht Distanz und lässt Fehler zum Korrigieren merken, die einem im kreativen Rausch unterlaufen. Heute zeige ich euch diese technischen Fotoaufnahmen zur  Entstehung einer „Muse“ (aus einem Stock-Foto):

Foto 1. „Wenn das Gesicht nicht geht, dann tue ich gar nicht weiter…“

WhatsApp Image 2017-08-16 at 21.01.25

Foto 2. „Es geht los mit den Haaren…“

WhatsApp Image 2017-08-17 at 17.26.55

Foto 3.

WhatsApp Image 2017-08-17 at 17.58.00

Foto 4. Zwischenstopp. Die Aufmerksamkeit sinkt, also ausatmen und später weitermachen. WhatsApp Image 2017-08-17 at 20.26.38

Foto 5. „Irgendetwas stimmt nicht mit der linken Hand…“WhatsApp Image 2017-08-20 at 19.48.52

Foto 6. Endfassung

IMG_4294





Ähnlichkeitsstudien – Porträt der Tulpen

14 06 2017

Auch wenn es nicht um Menschenporträts geht, finde ich es regelmäßig erheiternd, wie unterschiedlich zwei Bilder von ein und demselben Gegenstand werden können – abhängig von der verfügbaren Zeit, Licht und, natürlich, Stimmung, die stark auf die Hand niederschlägt. Hier sind zwei „Porträts“ der immer gleichen Tulpen, gemalt mit 1-2 Tagen Zeitunterschied.

 

 





Porträt – aus dem KHM

10 06 2017

Porträts fallen mir besonders schwer – möglicherweise bin ich zu fasziniert von Details oder von der Gesamtgestalt, aber ein gut gewordenes, dem Original ähnliches Bild ist bei mir eher was seltenes. Hier ist eine meiner Porträtübungen: der Kopf vom Julius Cäsar aus der Antiken Sammlung im KHM und mein Entwurf dazu.