Kranker Baum – und Wyatt in Kurrent

14 08 2017

Ein etwas unausgeglichener Versuch, eine Tuschezeichnung mit einem Text – in diesem Fall „I finde no peace“ von Thomas Wyatt zu kombinieren. Es hätte schöner werden können, und jedoch gefällt mir diese Unruhe und Krankhaftigkeit des Baumes, der auseinander laufenden Zeilen und des Inhaltes.

Der Text des Sonetts, in etwas modernisierten Orthographie, ist hier.

 

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Öffnungsangst

7 08 2017

Wozu Geheimnisse und Rätsel?

Vertrautheit – nur unüberlegt,

Als ob du selbst wär’st zu verscherzen…

Lass sie hinein, stoß sie nicht weg,

All sie, zum Lieben und zum Schätzen.

Aus deinem tröstlichen Versteck

Tritt aus und lass dich nicht verhetzen.

 

Wie endlos schön wär´ es zu hoffen:

Sie nehmen und umarmen dich.

Und doch – wozu unnutzes Bluffen? –

Es ist die Angst, die hier spricht,

Dass dieses „Ich“ trotz jeder Hoffnung

Bemessen bis zum letzten Strich,

die Seele eines Philosophen! –

Man sieht hinein – und findet nichts…





Skizze aus dem Stadtpark

31 07 2017

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I do not ask… – Aus der Naivitätensammlung

24 07 2017

I do not ask the God to make me strong,

For there’s away to take myself in hand.

And when I make mistakes or do some wrong,

I do not ask Him to protect or to prevent.

 

I think that Lord has more important deeds,

He has no time to nurse and pamper me.

He knows, he sees, sometimes he even leads –

I don’t divert, I just correct my sins.

2008





Dutzend Sonnen – Feuer im Ofen

17 07 2017

Eine Übung im abstrakten Zeichnen mit Aquarell- und Tuscheschtiften, Allegorie des Feuers im Ofen.

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Die Nacht

10 07 2017

Lausche die Ewigkeit, schweigend, schweigend.

Schritte der Stille so zögernd und scheu,

Unter den Füßen, die Stiege absteigend,

Staub der Geschichte so sprachlos schön.

.

Zart und verzaubert: Mondscheinsonata.

Flüssiges Silber am Himmelsrand.

Perle der Sterne am blauen Brokate.

Abend tritt ein und betet dich an.





Fluchtpunkt: Venedig

4 07 2017

Spätestens beim Zeichnen kommt man an Wichtigkeit des richtigen Fluchtpunktes nicht vorbei 🙂 Hier entstand mitten im Notizblock, zwischen To-Do´s, arbeitsbezogenen Vermerken, Auflistungen der Termine und Seminare, schließlich Buchverweisen und Ideen für die Dissertation mein kleiner Fluchtpunkt: Venedig. Wirkt auf mich sehr beruhigend, wenn man manchmal in allem Stress den Notizblock aufschlägt und da ist es plötzlich. Sehr empfehlenswert.

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