Aphrodite

26 06 2017

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Sei still, mein ruheloses Herz…

24 06 2017

Взгляды изумленных зеркал. Наш дуэт.

Я в других такое искал много лет.

Но не встретил повторений – 

И не стоит их искать… *

Sei still, mein ruheloses Herz,

Vorm Spiegel deiner Seele stehend,

Verblüfft und scheu: ist das ein Scherz?

Wo kommst du her, der Unbekannte?

Mein Geist vermag dich zu verstehen.

Die Fingerspitzen scheu gestreckt:

Darf ich das Spiegelbild berühren?

Hat es vielleicht dieselben Kanten,

Dieselben Muster und Figuren

Hineingeprägt, wie ich es tat?

Er sieht mich an. Nachprüfend. Tief.

Und strahlt das fremde, weiche Licht;

Champagner schäumt in mein´m Rückgrat.

.

Es kann nicht sein. Sei nicht naiv.

Verwirrung nun im Keime ersticken:

Pass auf, wovon du schweigst und sprichst

Und achte auf keine Augen-blicke.

 

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* Aus dem Russischen, wortwörtlich:

Blicke der erstaunten Spiegel. Unser Duett.

Ich hab es in den Anderen jahrelang gesucht,

Fand aber keine Wiederholungen –

Und es lohnt sich nicht, sie zu suchen…

Die Strophe stammt von Lilia Winogradowa und wurde in ein Lied vom russischen Sänger Dmitri Malikov „verarbeitet“. Link zu seinem etwas extravaganten Video zum Lied (1996) ist hier.





Wie ein Märchen, ein Lied, eine Hymne…

20 06 2017

Wie ein Märchen, ein Lied, eine Hymne,

wie eine weiche Verzweiflung,

die störrische Zartheit,

frühe Dämmerung vorm glutroten Untergang:

Hier kommst du

Endlich! –

So endlos und unumkehrbar.

Die Zeit fürs Weinen vom Glück

Und Lachen vom Schmerz

Ja, weinen von dir! –

Und beten: für dich und dir..

Nun ändert sich die Welt:

Krümmt,

Schäumt,

Wällt,

Schmilzt –

Es gibt keinen Raum,

keine Zeit,

keinen Beginn,

kein Ende

und keine Angst mehr…

Bleib bei mir.





Insomnia – Teil 2

18 06 2017

Wenn die Schäfchen auch drunter leiden, dass man nicht schlafen kann…

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Verweile auch du… – aus Suchomlinski

17 06 2017

Wenn es einem gerade mal schwer fällt, die Welt und das Leben als schön wahrzunehmen, ist es angesagt, die folgende Aussage aus Suchomlinski, dem ukrainisch-russischen humanistischen Pädagogen des 20. Jahrhunderts zu lesen.

…Auf dieser Welt gibt es nicht allein notwendige oder nützliche Sachen, aber auch die Schönen. Seit dem Moment, in dem ein Mensch zum Menschen geworden war, seit dem Augenblick, als er zum ersten Mal die Blütenblätter und den Sonnenuntergang bewundernd anblickte, hat er auch angefangen, in sich selbst hineinzusehen. Der Mensch hat die Schönheit begriffen.

Schönheit ist etwas zutiefst menschliches. Sie existiert ganz unabhängig von unsrem Bewusstsein und Willen, wird aber einzig vom Menschen entdeckt und erfasst. Die Schönheit lebt in der Menschenseele, und, hätte es bei uns kein Bewusstsein gegeben, würde es auch keine Schönheit geben. Auf diese Welt kommen wir um die Schönheit zu begreifen, zu bestätigen und zu erschaffen.

Schönheit ist die Freude des menschlichen Lebens. Gerade dadurch ist der Mensch zum Menschen geworden, dass er die Tiefe des azzurblauen Himmels und den Leuchten der Sterne gesehen hat. Er sah auch die zarte rosafarbene Blühte des Morgens, den hauchleichten Dunst der Steppenweiten, die purpurrote Sonne am Abend vor einem windigen Tag, blaue Schatten auf dem Schnee im März, die Kraniche in den Wolken, endloses Spielen der Sonne in Myriaden der Tautropfen, graue Fäden des Regens am trüben Tag, lila blühenden Flieder und die Bläue der Schneeglöckchen… Der Mensch sah dies alles und ging, erstaunt, durch die Erde, immer neue Schönheit schaffend. Verweile auch du erstaunt vor der Schönheit, und in deinem Herzen wird ein wahrer menschlicher Edelmut aufblühen…

Wassili Suchomlinski





Morning Coffee – Aus der Naivitätensammlung

16 06 2017

Motion, motion, minutes flashing,

Glisten’ning, passing – far thee well!

Here you’re born – here rings the bell.

World of boredom, world of passion.

 

Little time, less use we running,

Winning, failing, flying high,

Falling badly, shining bright –

Darkness scaring, silence stunning.

 

Never losing, never finding.

Humans? – Silly twirling flock,

Dancing to the Ragnarǿk.

What a circus! Helpless. Funny…

2009





Ähnlichkeitsstudien – Porträt der Tulpen

14 06 2017

Auch wenn es nicht um Menschenporträts geht, finde ich es regelmäßig erheiternd, wie unterschiedlich zwei Bilder von ein und demselben Gegenstand werden können – abhängig von der verfügbaren Zeit, Licht und, natürlich, Stimmung, die stark auf die Hand niederschlägt. Hier sind zwei „Porträts“ der immer gleichen Tulpen, gemalt mit 1-2 Tagen Zeitunterschied.