In Deine Hände

31 05 2020

In Deine Hände, große Stille,

ich lege meine kranke Stirn.

Entstellt, gelöst, geklärt, entzwirnt –

Befreit von Hoffnung´ sanften Wirren,

Entkleidet aller Kraft und Wille –

Ich füge mich reumütig Dir.

 

Drück Deinen Mund an meine Schläfen,

umarme mich – ich bin so leer,

so einsam, ruhig und verklärt,

im tiefen, trüben, kalten Meer –

lass dieses Weh in mir einschläfern

Durch Deine Ruh. Ich träum nicht mehr.





history

19 05 2020

… and when I’m asked upon the life I saw

and thought, and felt, and cast in line and rhyme

amidst this world – immediate to God:

I did not less, perhaps, I did not more,

but sat and span my yarn, assembling time…





in your eyes only

16 05 2020

Show me how to be precious,

desperate, devious, hysterical,

быть восхитительно бешеной, –

woven between these lines

of some heretic simplicity

my overzealous mind

never could fully grasp.

 

Your intricate pattern:

this subtly feline

– indescribable –

line of your silhouette,

perfectly filling space,

maddens me out of my wits.

 

This delicate subtlety of

– ! your exclamation marks ! –

hidden

from unaware eyes,

bent to still question marks

over my pertinent fear

mixed with this stubborn anger,

spiced with unfulfilled longing,

drenched in endless coffee.

 

See me with those eyes of yours, –

the eyes of the Other –

see yourself in dissimilarity,

for I, too,

recognise

myself

– this new me –

in your eyes only.

 





Winter

20 10 2019

Vom sommerlichen Rennen reichlich noch getrost

Und nicht begriffen, dass das Spiel verlor´n,

Noch Kraft im Herzen, noch der Kopf empor

Begegne ich diesem ersten leisen Frost.

 

Er tritt heran so weich und so umsichtig,

Allwissend wie ein alter Psychiater,

Der meine Regungen wie ein verspielter Kater

Erkannt, belächelt hat… und hingerichtet.

 

In sein beruhigender Hand gefangen,

Vergeblich ringt man: noch ein Schritt! Ein Wort…

Er ist zu zart, zu unausweichlich, dieser stiller Tod.

Ich zittere noch kurz und bin sofort vergangen.





Так нежно…

18 06 2019

Так нежно.

Так тихо и нежно,

Как воздух, что в горле, смутившись

Банальностью голосовых связок,

Беззвучно, пугливо, интимно

Вплавляется в бесконечность

Движений, улыбок и взглядов.

Как кончики пальцев,

чуть вздрогнув,

смолкают, не смея коснуться,

И дух раздосадован этой –

Незримой. Неумолимой.

До бешенства вездесущей –

Тончайшей прозрачной границей.

Ах, как мы исполнены такта!

С Тобой – говорить и смеяться,

Лелея те взгляды украдкой,

Невинные прикосновенья –

Так близко и так бесконтактно.

Как будто мы малые дети…

Так нежно, легко и безмерно,

Лишь вовремя, как при румбе,

Шаг

сделать

назад, – и смирно

Бежать по привычным спинам…

Так нежно, украдкой, с улыбкой,

Так трогательно и… параллельно

Эвклидово наше пространство.





… ich wollt´ so gerne…

25 01 2019

Ich wollt´so gerne deine Nymphe sein,

dein täglich Brot, dein Alpha und Omega…

 

Und diese ruhelosen, blind-naiven Augen

Dich wie die zum Verstummen schöne abendliche Sonne,

wie einen Götzen und wie einen Gott ansahen…

 

Und dieser Körper, plötzlich wach und weich,

schmolz durch die Finger meines baffen Geistes

Wie Seide fließt, wie Wachs, wie heißer Honig,

erschüttert durch die unbekannte Wonne,

durch dich erfunden und durch dich geformt…

 

Ich wusst´ nur nicht, in welche Form am besten

ich hin gehör´ um dir gerecht zu sein,

und ich bemühte mich so sehr, so trostlos und so trotzig,

so restlos und von niemandem gebraucht,

ich hab´ mich so bemüht und selbst dadurch ermüdet, –

zerbrochen an von niemandem gewünschten Traum, –

dass ich zu einem ewig kalten Stein erstarrte…

und stürzte ab…

 

(Juni 2018/Jänner 2019)





Past

22 01 2019

I saw past the obvious.

Past all the traffic lights,

Screaming red,

throwing their desperate glances

across my way and into my face.

 

I saw past those tiny symptoms of overload,

of the ever-growing loneliness,

eternal existential alone-ness,

being lost between the lines of being kind,

nice, understanding, caring,

between the peacekeeping and appeasement.

 

I saw and felt all of it coming,

I knew it all, and yet I saw past it,

How I wished to be blind!

And now it all passed…