Так нежно…

18 06 2019

Так нежно.

Так тихо и нежно,

Как воздух, что в горле, смутившись

Банальностью голосовых связок,

Беззвучно, пугливо, интимно

Вплавляется в бесконечность

Движений, улыбок и взглядов.

Как кончики пальцев,

чуть вздрогнув,

смолкают, не смея коснуться,

И дух раздосадован этой –

Незримой. Неумолимой.

До бешенства вездесущей –

Тончайшей прозрачной границей.

Ах, как мы исполнены такта!

С Тобой – говорить и смеяться,

Лелея те взгляды украдкой,

Невинные прикосновенья –

Так близко и так бесконтактно.

Как будто мы малые дети…

Так нежно, легко и безмерно,

Лишь вовремя, как при румбе,

Шаг

сделать

назад, – и смирно

Бежать по привычным спинам…

Так нежно, украдкой, с улыбкой,

Так трогательно и… параллельно

Эвклидово наше пространство.

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… ich wollt´ so gerne…

25 01 2019

Ich wollt´so gerne deine Nymphe sein,

dein täglich Brot, dein Alpha und Omega…

 

Und diese ruhelosen, blind-naiven Augen

Dich wie die zum Verstummen schöne abendliche Sonne,

wie einen Götzen und wie einen Gott ansahen…

 

Und dieser Körper, plötzlich wach und weich,

schmolz durch die Finger meines baffen Geistes

Wie Seide fließt, wie Wachs, wie heißer Honig,

erschüttert durch die unbekannte Wonne,

durch dich erfunden und durch dich geformt…

 

Ich wusst´ nur nicht, in welche Form am besten

ich hin gehör´ um dir gerecht zu sein,

und ich bemühte mich so sehr, so trostlos und so trotzig,

so restlos und von niemandem gebraucht,

ich hab´ mich so bemüht und selbst dadurch ermüdet, –

zerbrochen an von niemandem gewünschten Traum, –

dass ich zu einem ewig kalten Stein erstarrte…

und stürzte ab…

 

(Juni 2018/Jänner 2019)





Past

22 01 2019

I saw past the obvious.

Past all the traffic lights,

Screaming red,

throwing their desperate glances

across my way and into my face.

 

I saw past those tiny symptoms of overload,

of the ever-growing loneliness,

eternal existential alone-ness,

being lost between the lines of being kind,

nice, understanding, caring,

between the peacekeeping and appeasement.

 

I saw and felt all of it coming,

all of insomnia,

neck-ache, skin oversensitivity,

drawback, overreaction and bodily numbness.

I knew it all, and yet I saw past it,

How I wished to be blind!

And now it all passed…





Ich wollte…

16 01 2019

Ich wollte nicht eckig sein.

Ich wollte meine Kanten glatt bügeln.

Ich habe mich so bemüht.

Es ging nicht.

Nichts geht mehr.

Rien ne va plus.

Das Spiel ist aus.

War das alles ein Spiel?

 

Ich weiß, dass es Morgen gibt.

Ich habe mir versprochen, dass es eins geben soll.

Wohlweislich,

weil sie mich wieder anblicken,

sie blinzeln mich an,

sie lächeln und strahlen mir zu,

die Gleise vor jedem anfahrenden Zug.

 

Ich weiß, dass es Morgen gibt.

Es muss Morgen geben.

Es muss.

Ich weiß.

Weiß ich es?

Was kann man schon wissen?





Aus der Naivitätensammlung – Как старый мастер… (wie alter Meister…)

17 12 2018

Wie ein alter Meister… – Übersetzung folgt unten

Как старый мастер после лет привычки,

Узнав фактуры все и все цвета,

Бывает потрясен штрихом обычным

И кротким с этим неизвестным став;

Как любят галатей пигмалионы:

Надежд не зная, мрамору верны,

Ему даря и ночи, и канцоны,

Недостижимостью любви ослеплены;

Как только грешники боготоворить умеют

Иконы строгие – со страхом прошлой тьмы,

С отчаяньем любя, глядеть не смея,

Былое безнадежно тщатся смыть,

Также и ты: неведомым распят,

Приговорен к нему, и им же свят.

2009

Wie ein alter Meister: nach Jahren und Jahren Gewohnheit,

Er kennt schon alles über die Faktur und Farben ein und aus – 

Kann durch einen simplen Strich erschlagen werden

Und durch das Unbekannte in dem Strich zur Scheue ermahnt;

Wie ein „pygmalion“ mit seiner „galateia“:

Dem Marmor ohne jede Hoffnung treu,

Ihm seine Nächte und Kanzonen schenkend,

Durch Unantastbarkeit der Liebe verblendet ist;

Wie armer Sünder eine Ikone anbeten könnte:

Den strengen Anblick – voll Angst vor sein vergangener Nacht,

Verzweifelt, Augen nicht hochhebend,

Und sucht vergeblich sich wieder rein zu mach´n. 

So bist auch du: gekreuzigt durch das Unbekannte,

Zu Diesem verurteilt und durch Dasselbe heilig. 





Atemzug

27 09 2018

Ich bin ein Atemzug,

zögerlich und still,

unentschlossen,

kaum bemerkbar.

Wenn ich nicht tobe und platze,

könnte man glauben,

es

gibt

mich

gar

nicht.

Ich bin nicht mehr, als

dünner Schmetterling

aus Luft und Licht,

aus Lust und Leben.

 

Ich häng´ an deinen Lippen,

Und wenn du innehältst,

verstummt,

verträumt,

verstohlen,

komme ich

zum

Atem. still. stand.

 





Herbst

24 09 2018

…und alles atmet etwas ruhiger und leiser,

und diese trockene, durchwärmte Duft

vom goldgebräunten, sonnensatten Laub,

vermischt mit kratzigem Parfüm und Straßenstaub,

schwebt in beruhigt müder Abendluft

und ruht sich aus nach langer Tagesreise.

 

Der Sommer war so hold, sein Griff so unauflöslich! –

Nun blättert er, gemäßigt, ab. Es ist genug.

Der Herbst, so herrlich frei von Zwang und Wirr’n,

legt seine Hände auf die fiebrige, gequälte Stirn,

löscht ruhelose Träume aus: zart, sicher, Stück für Stück:

Ohne Aussicht und Hoffnung, – und doch unendlich tröstlich.