Dein Wein ist – oh! – so schwer…

14 09 2017

Dein Wein ist – oh! – so schwer, mein liebes Leben! –

Er schlägt ohne Erbarmung in den Kopf.

Man trinkt ihn, würzigen, so gern, und hofft,

Das Fest wird dauern, und das Meer ist hoch,

Mag sein, am Tag danach kommt keine Ebbe…

 

Sie kommt… Sie rauscht und lässt dich hilflos liegen,

Brust aufgemacht, Herz rast, entblößt, verletzt,

Von biederer Normalität zutiefst entsetzt,

Verständnis suchend bis zum letzten Allerletzt –

Es glaubte gestern Nacht es könne fliegen.

 

Und morgen wieder, Kopf erhoben, Wunden frisch geleckt,

Man will noch mehr von deinen bunten Früchten:

Bewegungen, Texturen, Seufzer und Gerüchte,

Dein Wein ist – ah! – so schwer, und er macht süchtig,

Er schläfert ein und doch zugleich erweckt.

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Das Erwachen der Steine

7 05 2017

Ahh, wie gerne, wie endlos gerne

Würd´ ich rein sein von meiner Vernunft! –

Losgerißen von sittlicher Norm,

Losgeprochen von fixer Form

Kein Gebrauch für die Selbstanalyse,

Kein Nachdenken vorm Handeln – statt Handeln! –

Ámen!

Überschwemmt durch das Schweigen der Sterne

Nur dem Klirren im Rücken konform

Dich umarmen und atmen, atmen…