Hoffnung

14 05 2018

Die Hoffnung. Das sehnsüchtige Verlangen

Nach einem Morgen, wenn das Heut´ zusammenbricht.

Die Saat, die, niemals gänzlich aufgegangen,

Noch nicht gekeimt und doch zugleich vergangen,

Vernunft zu Trotz noch immer strebt nach Licht.

 

Aus transzendentem Schmerz, einseitig bindend,

Mit nie erlebtem Gott geschlossener Vertrag:

Man gibt sich auf, man fügt sich Tag für Tag,

Dafür, dass Er in Seinem Jenseits einem Seelenwrack

Seinen nie ruhenden, endlosen Kummer lindert.

 

Teil unsrer Entropie, die sich nicht mindert.

Sie trügt zum Heitersein im allerschlimmsten Jetzt,

Man lebt so leicht, von ihrem Widerschein verhext.

Dem Lebenden sein trotzigster Reflex:

Die Hoffnung. Unsre allerbest´ Erfindung.

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