Sommer in der Stadt

19 10 2017

Sommer in der Stadt:

Zucker, Benzin und Parfüm in der zitternden Luft,

Der Gehsteig glüht vor Hitze.

Eine junge Frau im samtenen Kleid –

eine fließende Kurve zum Staunen.

Ein Kind blickt mich an

durch die Lokalvitrine,

nachdenklich und naiv, so unbekümmert rein –

Ein kleiner Weiser! –

Und ich muss lächeln…

 

Bewegung überall: ein Werktag,

hin und her und wieder zurück,

den Geschäften nach,

Alles bebt

Und fließt

Und atmet

Frei…

So schön ist das!

Ich bin am Leben!

Das Herz schlägt – ich schlage noch! –

Verliebt in diese Stadt:

Wo waren doch meine Augen früher?

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May you be blessed, the long-expected spring!

16 10 2017

May you be blessed, this long-expected spring!

With your full-flowing unexpected brooks,

Your rustles, chirring, breaths and flap of wings,

And your concealed, confused and ardent looks.

 

May it be played in sharp and major keys

Your inexplicable and sparkling soul,

Your heat of life which longs to be released,

And to the partial prefers the whole.

 

May you last long, these long-awaited charms.

From underworld you come or from above?

The spell that strengthens me and still disarms:

You are so simple, and your name is love.





Körperstudie: Nureyev

12 10 2017

Heute ein Bild ohne jegliche Ansprüche 🙂 Eine Studie der Körperproportionen, Flächen, Kurven und Muskelstruktur des Körpers. An wem lernt man das besser, als an wunderschön ästhetischen Nureyev, Baryshnikov, Nijinsky?

PS: ja, Nureyev hatte proportionsmäßig gesehen großen Brustkorb und keine endlos langen Beine, ich war selber überrascht 😉

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Arbeitsskizze: lachende Katze

9 10 2017

Wie bereits erwähnt, habe ich, in meiner psychosozialen Zeit regelmäßig Eindrücke skizziert. Hier die Katze einer zu bertreuenden Person – irgendwie war es offenbar gerade das Tier, dass die Essenz der Person am besten zum Ausdruck brachte…

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Liebe mich bitte ein wenig…

5 10 2017

Liebe mich bitte ein wenig

Ein kleines winziges Bisschen,

Irgendwo ganz am Rande:

Mehr will ich eh nicht.

 

Mit deinen nachdenklichen Augen

Blicke mich wissend an,

Sonst wäre es alles zu weit,

Nutzlos schwer zu ertragen.

 

Schwerlos, hell und leichtsinnig,

So unverfälscht und schön.

Liebe mich nur beiläufig,

Stumm und unendlich innig.

 





Schnellporträt von S .

2 10 2017

Einmal habe ich einen Mann in dieser Technik malen gesehen: zu meinem Staunen machte er das Blatt ganz naß und ließ drauf Wasserfarbklecker „aufblühen“. Danach präzisierte der Mann die Kanten, und so entstand auf seinem Bild – was war es damals – unser damaliges Modell – wesentlich saftiger und lebendiger dargestellt, als auf meiner biederen Rötelzeichnung. Zuhause habe ich dann die Technik sofort ausprobieren müssen, und so entstand dieses Bild.

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Zur Arbeit laufend

28 09 2017

Die größte Mehrheit meiner Tuscheskizzen aus den Jahren 2012-14 (sind im Blogarchiv noch zu finden) entstand auf immer dieselbe Weise: in der psychosozialen Branche tätig lief ich von einer Betreuungsstunde zu der Nächsten, kam etwas früher an (Pünktlichkeit als Zwang…) und verbrachte die letzten Minuten vorm Dienstantritt irgendein Blättchen auf einem Baum, irgendein Haus oder etwas, was mir zu der zu betreuenden Person einfiel skizzierend. Unterm Tag „Arbeitsskizze“ werde ich nun einige dieser Bilder – sofern nicht schweigepflichtig, klar – bloggen.

Hier etwa: eine Laterne und Äste bei der Ausgangsrampe der U6 Thaliastraße

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