Between the lines

29 03 2018

Lost so deep between the lines,

Far too smart for implications,

For unwise insinuations

Far too earnest, far too fine.

 

Lines with lead still feel so light,

Following your shapes. No touching.

Modest, decent. Am I blushing? –

When the lines collide…

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So manches sagt man nicht

26 03 2018

So manches sagt man nicht und glaubt es nicht zu fühlen:

Solange nicht das Heimliche über die Lippen kommt,

Solange es den Damm nicht bricht, solange es nicht strömt,

Solange, dem Papier nicht anvertraut, kommt es nicht in Erfüllung.

 

So schweigt man, denn man lebt von kleinen Freuden:

Vertrautes Lächeln im halbblinden Abendlicht.

Was ich nicht sage, existiert halt nicht! –

Wie herrlich einfach und wie unendlich öde…





Should

1 02 2018

Like this weightless scent of cold and fir

Seeping through the closed doors on Christmas Eve.

Like a stubborn streak of water,

Leaking from beyond a damm.

So untimely,

Unwelcomed,

Unthinkable –

 

Oh Lord! Shouldn´t I

rather

Wear my cloak of despicable naivete,

of deliberate unseeing,

seeing past the obvious? –

Seeing past the scents,

the sense,

the essense?

I should, indeed.

Perhaps…

 





Liebe mich bitte ein wenig…

5 10 2017

Liebe mich bitte ein wenig

Ein kleines winziges Bisschen,

Irgendwo ganz am Rande:

Mehr will ich eh nicht.

 

Mit deinen nachdenklichen Augen

Blicke mich wissend an,

Sonst wäre es alles zu weit,

Nutzlos schwer zu ertragen.

 

Schwerlos, hell und leichtsinnig,

So unverfälscht und schön.

Liebe mich nur beiläufig,

Stumm und unendlich innig.

 





Sei still, mein ruheloses Herz…

24 06 2017

Взгляды изумленных зеркал. Наш дуэт.

Я в других такое искал много лет.

Но не встретил повторений – 

И не стоит их искать… *

Sei still, mein ruheloses Herz,

Vorm Spiegel deiner Seele stehend,

Verblüfft und scheu: ist das ein Scherz?

Wo kommst du her, der Unbekannte?

Mein Geist vermag dich zu verstehen.

Die Fingerspitzen scheu gestreckt:

Darf ich das Spiegelbild berühren?

Hat es vielleicht dieselben Kanten,

Dieselben Muster und Figuren

Hineingeprägt, wie ich es tat?

Er sieht mich an. Nachprüfend. Tief.

Und strahlt das fremde, weiche Licht;

Champagner schäumt in mein´m Rückgrat.

.

Es kann nicht sein. Sei nicht naiv.

Verwirrung nun im Keime ersticken:

Pass auf, wovon du schweigst und sprichst

Und achte auf keine Augen-blicke.

 

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* Aus dem Russischen, wortwörtlich:

Blicke der erstaunten Spiegel. Unser Duett.

Ich hab es in den Anderen jahrelang gesucht,

Fand aber keine Wiederholungen –

Und es lohnt sich nicht, sie zu suchen…

Die Strophe stammt von Lilia Winogradowa und wurde in ein Lied vom russischen Sänger Dmitri Malikov „verarbeitet“. Link zu seinem etwas extravaganten Video zum Lied (1996) ist hier.





Das Erwachen der Steine

7 05 2017

Ahh, wie gerne, wie endlos gerne

Würd´ ich rein sein von meiner Vernunft! –

Losgerißen von sittlicher Norm,

Losgeprochen von fixer Form

Kein Gebrauch für die Selbstanalyse,

Kein Nachdenken vorm Handeln – statt Handeln! –

Ámen!

Überschwemmt durch das Schweigen der Sterne

Nur dem Klirren im Rücken konform

Dich umarmen und atmen, atmen…