Ich brach meiner Liebe das Rückgrat

6 12 2018

Ich brach meiner Liebe das Rückgrat.

Diesem holden, unfassbar schönem Wesen,

diesem Unsagbaren, dem Verdrängten,

das trotz aller Ventile,

aller Schutzkapseln und Sublimierung

mir eines Tages ruhig ins Gesicht blickte

und nicht hinwegzuzaubern war.

 

Ich erstickte es mit nem Polster –

ah, so eine traditionsreiche weibliche Tötungsart! –

ich zwang es in die  Knie.

gewaltsam. Gelenke verdreht. Stramm gefesselt.

Und hatte keine Kraft, es anzusehen,

wie weh mir mein Unrecht tat.

 

Doch wenn ich mir Ruhe erhoffte,

meine schöne frühere Leichtigkeit,

meinen Frieden – da, sieh dir das an!

Meine arme Liebe ist nach wie vor da.

Mitten im Sturm.

Sie sieht mich genau so an.

Sie nimmt mir das Böse nicht übel.

Sie springt aus den Ecken der stillen Vertrautheit.

Noch schöner, als je.

Noch stiller.

Noch meiner.

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