Evolution des Frühlings – Aprilskizzen, T.2.

9 05 2013

 

 

 

 

 

Hier ist wieder eine frische Portion Aprilskizzen, diesmal aus Graz.

Baum

 

Blühender Baum





Evolution des Frühlings – Aprilskizzen, T.1.

4 05 2013

Es folgen weitere Skizzen, die meine Frühlingssucht (und dadurch auch teilweise Abwesenheit von hier: ich bin seit einem Monat voll betrunken mit Geräuschen, Düften und Gestalten der eifrig blühenden Stadt) ausdrücken.

(Immer noch) kahle Birke, Eggenburg

Lange haben wir auf den Frühling gewartet, und lange habe ich mich gar nicht getraut, Naturobjekte zu zeichnen (eigentlich bis Weihnachtsreise nach Rom, was man im Blog eh sieht). Auf dem Bild ist ein der letzten Tage vor dem Ausbruch des wild  blühenden, eifrigen und etwas fanatisch hektischen Frühlings.

IMG_097

Gleich am nächsten Tag war ich auf dem Weg in die Arbeit und hatte ungeplannt 10 Minuten Freizeit – und im kahlen Gebüsch sah man schon erste Knospen. Also konnte ich die Versuchung nicht widerstehen.





In bester Absicht…

3 05 2013

Heute bin ich mit 48A in Richtung Baumgartner Höhe gefahren (für Nicht-Wiener, hier ist der Plan: http://www.wienerlinien.at/media/download/2012/Linie_48A_88329.pdf). Als man von der Haltestelle Thaliastraße U6/Koppstraße losfuhr, hab ich aus dem Busfenster einen Mann hinter der Haltestelle auf dem Boden liegen gesehen. Die Gegend ist zwar kein Schönbrunn (Gott verzeih mir!), aber vormittags war es heute doch etwas zu kühl fürs gemütliche und betrunkene Schlafen. Daher habe ich – zum ersten Mal in meinem Leben – die 133 angerufen. Ich meine, wer weiß…

Zugegeben, wenn man mit der Phrase “Ich bin mir nicht sicher, ob ich sie, oder die Rettung anrufen muss”, muss man auch damit rechnen, dass der Gesprächspartner von Anfang an etwas negativistisch eingestellt ist. Aber bitte…

“Hinter der Haltestelle vom 48a in Richtung Baumgartner Höhe, Haltestelle Thaliastraße/Koppstraße liegt ein Mann auf dem Boden, und ich bin mir nicht sicher, ob es ihm zu gut, oder zu schlecht geht”. 

“Wo sind Sie? Geben Sie mir die Adresse”

“Haltestelle von 48A Thaliastraße U6/Koppstraße”

“Das kann nicht sein. Thaliastraße läuft parallel zu Koppstraße”

//Ojda Fuchs! Klar läuft sie so, aber die Angabe Lerchenfelder Gürtel fällt mir nicht sofort ein, dazu bin ich mir mehr als sicher, die Koordinaten sind schon gegeben”//

“Es ist die Haltestelle von dem Bus 48 in Richtung Baumgartner Höhe. Heißt wirklich Thaliastraße und ist auf der Koppstraße”.

“Thaliastraße läuft aber im 15. Bezirk. – Die Stimme wird gereizt, man glaubt, man spricht mit einem Idioten. – Und Koppstraße ist lang”.

//Ojda Fuchs noch ein Mal! Als ob ich es nicht wüsste! Aber neben der U-Bahn Thaliastraße beginnt die Koppstraße, gerade dort, wo die Neustiftgasse zu Ende ist, oder?//

“U-Bahn Thaliastraße, auf einer Seite beginnt die Koppstraße, auf der anderen ist die Neustiftgasse”.

“Geben Sie mir ein Hausnummer in der Nähe!” – fordernd und gereizt. 

Ich werde schon recht böse, aber echt, was um Gottes Willen hab ich noch nicht gesagt. 

“Schauen Sie sich um und sagen normal, wo Sie sind”.

“Ich bin im Bus, schon mittlerweile ein paar Stationen weiter.”

“Wissen Sie, ich kann nichts machen, wohin soll ich die Leute schicken, wenn ich nicht einmal weiß, was da passiert ist?”

//????????//

“Ich hab es doch gesagt, auf der… nein, hinter der Haltestelle liegt eine Person, und es tut mir leid, ich kann leider nimmer checken, ob es ihm gut oder schlecht geht”.

“Na gut, ich schicke jemanden” – Aufgelegt. 

 

Also… Ich meine, man kann sicherlich genauere Angaben machen, aber ob man auf der anderen Seite – und bitte sehr! bei der Polizei-Notruf! – nicht etwas aufmerksamer zuhören kann – das weiß ich nicht. 





Ausländische Studenten als Belastung – ?!?

2 04 2013

Interessanterweise und trotz Erwartungen lohnte es sich heute, die erste Werktagsausgabe von “Die Presse” nach Ostern durchzuschauen. Wobei “durchschauen” hier ein etwas zu starkes Wort ist: schon die Aufschrift auf der ersten Seite sorgte für eine Menge Emotionen, die ich im folgenden Post doch hoffentlich unter Kontrolle der Vernunft halten kann. Es geht nämlich um die ausländische Studenten, die die Autorin Julia Neuhauser als Belastung des österreichischen Bildungssystems betrachtet. Na fein…

Frau Neuhauser schreibt lakonisch und sachlich, das muss man schon zugeben. Noch etwas Wichtiges, bevor ich mich in halb-empörte, halb-erklärende Narration einlasse, es ist klar, dass Ausbildung generell, also nicht allein die in Österreich, eine Branche der Wirtschaft ist, die an sich unrentabel ist und von den staatlichen Subventionen abhängt. Man entscheidet in jedem Land für sich selber, ob man die Bildungskosten für den Staat durch hohe Studienbeiträge (wie es etwa in den USA oder Großbritannien der Fall ist) auszugleichen; in manchen Ländern bleibt die Ausbildung generell kostenfrei, wobei man doch immer wieder versucht, hier oder da was zu sparen: etwa wie durch die schärferen Zugangsregelungen (NC in Deutschland), Einschränkung der freien Ausbildung auf die in der Amtssprache des Landes (Tschechien), oder auf die Anzahl der freien Ausbildungen (teilweise Russland).

Ein guter Trick ist natürlich die Einführung der Studienbeiträge für ausländische Studierende: so etwas hat man letztes Semester hier an der UniWien ausgedacht. Es ist nicht das man vorher überhaupt nichts zahlte, nein: es gab drei oder vier Listen der Länder, die – einige dank dem zwischenstaatlichen Abkommen, einige wegen dem Status eines “Entwicklungslandes” – die Beiträge in unterschiedlicher Höhe einzahlten. D.h. etwa, von den Studenten aus Swasiland wurde nichts verlangt, von Denen aus einer Reihe Länder (u.a. Ukraine, Kasachstan usw.) – nur der ÖH-Beitrag, solange die Studiendauer nicht überschritten war (genau so wie von den EU-Bürgern und BildungsInländerInnen, den Menschen, die eine Matura oder einen Uni-Abschluss in Österreich haben). Die Restlichen zahlten. Die “Hiesigen” wissen Bescheid, was hier alles los war nachdem Töchterle das Problem der Gebühren ganz schön elegant auf die Universitäten geschoben hat.  Seitdem man offiziell wieder das Recht “gewonnen” hat, Studienbeiträge einzuziehen, wurden die Regeln letzten Sommer quasi wiederhergestellt – aber nur für Österreicher, EU-Bürger und die Glückspilze, die schon einen Abschluss hatten. Für die Restlichen (wie auch immer abstoßend ich dieses Wort finde) wurde die Latte etwas höher gelegt, so dass jede oben erwähnte Kategorie den höheren Beitrag der nächsten Kategorie zum Einzahlen bekam – die, die vorher den vollen Beitrag zahlten, sind nun übrigens zur zweifachen Summe verpflichtet.

Warum ich so viele Details erwähne und warum weitere folgen werden. Frau Neuhauser meint, ein “Studienplatz kostet mehr, als die Steuer einbringen”. Mag wohl sein. Aber ich sehe keinen Grund, warum das der Schuld von Jenen sein soll, die sowieso ständig was für ihr Studium ausgeben, nicht zu erwähnen die, die nun durch Doppelbeiträge auch gnädigst die Plätze von Denen finanzieren, die nichts zahlen müssen?

Oder sollte es etwas heißen, es gebe ja zu viele deutsche Studenten in Österreich (es wird doch  im Text des Artikels war nicht so eindeutig wie hier bei mir, aber doch spürbar gemacht)? Die Deutschen, die von Numerus Clausus fliehen und ein Studium hier “unten” (geografisch gesehen) anfangen, die Deutschen, die auch im Bereich Ausdehnung der Bildungskontakte von Österreich im Ausland und Anlockung der weiteren Interessenten nichts nutzen – es gebe, so die Autorin, schon ohnehin enge Beziehungen zu Bundesrepublik. Wunderbar, aber was ich persönlich hier spüre ist schon wieder dieser Komplex des jüngeres/weniger erfolgreichen Geschwisters: die “bösen” Deutschen sind ja immer “besser”, ja klar… Es riecht nach Kindergartenquatsch, insbesondere weil man sich offensichtlich nicht traut, das Ding klar zu sagen: nicht allzu allgemein “ausländische”, aber ganz gründlich und ernst: “deutsche Studenten als Belastung”. Wieso denn nicht? Weil das erfolgreichere Geschwister böse sein wird? So was darf man doch nicht sagen, sonst wird Deutschland sauer, und wer will das schon?

Hier gehört gesagt, ich habe 3,5 Jahre an einer ziemlich provinziellen Universität Russlands verbracht. Alles, was ich über Österreich wusste ließ sich grob aber genau als “Handbuch für klassische Musik mit kulinarischen Elementen” beschreiben: Wien, Beethoven, Mozart, Haydn, Strauß, Walzer, Sachertorte, Apfelstrudel, Kaffee. OK, als ein Geschichtsfluffi wusste ich auch, dass es Franz Ferdinand gab ;) Aber was die akademischen Programme anbetrifft, herrschte überall Deutschland. Es waren DSH und DAF-Kurse, es war Goetheinstitut und Kursangebote vom DAAD, es waren die Lehrbeauftragten von Robert-Bosch-Stiftung, und die LMU war dort so gut wie zuhause. Von OEAD habe ich erst in Wien erfahren, auf der Suche, ob jemand einer engagierten Studentin aus einem “Drittstaat” ganz zufällig ein Stipendium zahlt. Mein Fachbereich passte zu der Staatsangehörigkeit nicht so perfekt (ein Vorwurf von Frau Neuhauser:  ”Die Studienwahl ist für den Markt wenig geeignet”, d.h. ausländische Studenten interessieren sich – überraschenderweise genau so wie die Heimischen – eher für Geisteswissenschaften), hat nicht geklappt. Die Geschichte wiederholte sich übrigens am Anfang dieses Semesters, wo man mich in der UniAula angesprochen hat, ob ich mich für keine Stipendien interessiere. “Ich schon, aber das Interesse wird nicht erwidert”. “Das kann aber nicht sein, schauen wir mal gemeinsam”… – Das Lächeln wurde etwas trüber als man erfuhr, was für eine Staatsbürgerschaft ich habe. “Na, dann nehmen Sie zumindest einen Kuli!”. Ehrlich, es hat mir bis jetzt noch nie, wirklich kein einziges Mal Leid getan, dass ich nach Österreich umgezogen bin (was übrigens hieß ich pfiff auf die offizielle Einladung, ein Semester lang Germanistik an der LMU, voll finanziert und mit Unterkunft, zu genießen). Das heißt einerseits, dass die Situation in Österreich gar nicht so tragisch ist, solange man Lust aufs Wissen hat – und dass man wirklich vorsichtiger sein sollte mit den Phrasen wie Image von Österreich im Ausland.

Oder der folgende Punkt (wieder Zitat): “Es studieren nicht die Besten in Österreich”. Wie bitte? Diese Aussage finde ich umso problematischer, da man hierzulande die ganze Zeit davon tratscht, wie sehr man stigmatisiert und diskriminiert wird: durch 4 und nicht eine endlose Menge Sitzungen bei den Prüfungen, durch die berüchtigte STEOP, die eine echte Hysterie auslöste. Ich frage mich wieso hat man neulich die veränderten Zugangsregelungen bei einigen Fächern übersehen? Na gut, die Presse ist von dieser etwas aufdringlich wirkender ochlokratischen Polemik verschont und vertritt gute alten christliche-sozialen konservativen Werte. Aber die Überschrift ist trotzdem mehr als fragwürdig. Als Argument dazu wird es gesagt, einerseits gibt es leider keine festen Zugangseinschränkungen wie etwa NC in Deutschland (“bei dem Geschwister gibt es doch manchmal was Gutes, aber ich gebe es nie zu, das ich es mag”). Und dass NB! sehr viele ausländische Studenten ihre Studien frühzeitig abbrechen.

Meine Damen und Herren, ich muss zugeben, ich stehe auf Zugangseinschränkungen. In Russland habe ich eine junge Dame gekannt, die allein deswegen ihr Philologiestudium angefangen hatte, damit sie nach dem Abschluss das Diplom ihrem zukünftigen Ehemann prahlend zeigen könnte. Ihren Abschluss hat sie mittlerweile: auch wenn nicht cum laude, aber immerhin mit einem 1 im Englischen (Hauptfach), ohne sich dabei wirklich in den Tenses zu auskennen. Also, wenn man mich fragt, ich die Verehrerinnen vom Herrn Bieber vorm Hotel Sacher sind in ihrem Liebesamok nichts im Vergleich zu meiner Begeisterung von Aufnahmeregelungen. Aber es gehört gesagt, dass man nicht allein deswegen das Studium abbricht, dass man etwa zu blöd dafür ist. Ob man sich je gefragt hat, wie lange ein junger Akademiker als Kellner hackeln will? Nein nein, qui quaerit reperit, und es ist nicht unbedingt Kellnerei oder Putzen, natürlich nicht. Die Arbeitsmarktregelungen wurden für Studierende stark vereinfacht, das genieße auch ich unglaublich. Nachdem ich die Leute gefunden habe, die keine Angst hatten, den aus reiner Formalität beibehaltenen und Viele abschreckenden 4-seitigen Fragebogen auszufüllen, damit es einem offiziell erlaubt wird, zu arbeiten. Schön. Wenn man übrigens nach dem Uni-Abschluss innerhalb der angegebenen Frist keine der Qualifizierungsentsprechende Arbeit findet, dann ist es ein Pech – man hat keinen Grund mehr, um diesen Armen in Österreich zu behalten, also bitte! Entweder weiter studieren, oder sehr viel Glück und sehr viel Pedantismus haben. Das liegt schon im Bereich der Interessen von dem Herrn Kurz, oder? Wir nehmen die Besten – wenn sie überlebt haben und immer noch bleiben wollen.

Nein, diese Antwort war als keine allzu scharfe und rücksichtslose Kritik gemeint. Jemand wird doch sicher beim Lesen sagen, ich habe diese Recht nicht, mich hier auszusprechen. Habe das schon von einer Kollegin gehört, deren Erfahrungen mit Österreich anscheinend etwas weniger glänzend sind als meine: neulich unterhielt sie sich mit einer afrikanischen Bekannten, die kein Deutsch kann – daher auf Englisch, alles klar. Und bekam von einem Passanten ein süßes “Scheißausländer” zu hören. Lieb. Ihre Philosophie ist “nicht zu widersprechen, ich bin doch eigentlich nicht zuhause”. Für mich ist es eben die Frage. Bin ich hier nicht zuhause? Wirklich nicht? Lustig, es fühlt sich anders an. Es mag komisch sein, aber ich fühle gewisse Verantwortung… Ich war immer allzu verantwortlich, nicht? Ich fühle mich verantwortlich und verpflichtet, für die Leute auszusprechen, die sich aus mehreren Gründen, wegen mehreren Passanten und ihren Aussagen, wegen solchen Artikeln, wie heute in der Presse, “nicht wirklich zuhause” auch wenn sie ansonsten normales “österreichisches” Leben betreiben. I have a voice, right? Oder habe ich was falsch verstanden?





Ein Mann kommt nach Hause…

28 03 2013

Ob es mir scheint oder nicht, aber traurige Geschichten über betrogene Liebe gibt es überwiegend über Frauen, oder? Auch hier im Archiv gibt es eine entsprechende Geschichte (Englischsprachig). Generell aber habe ich wenig Lust, durch die einseitige Darstellung des Problems zum weiblichen Opfer-Syndrom beizutragen. Letztendlich bin ich von männlicher Natur und Männlichkeit per se aufrichtig fasziniert – es kann sein, dass ich sie nie weder voll begreifen, noch artgerecht darstellen kann – aber es ist des Versuches wert. Hier ist also eine Alltagsgeschichte… 

 

Freundlich klickte der Schlüssel im Schloss, Walther Mayer zog die Kopfhörer aus den Ohren und tritt in die dunkle Wohnung hinein.

- Helga? Ich bin´s!

Alles still. Die Frau war sicherlich nicht da. Schade, sein etwas zu früher Rückkehr war vor allem als eine angenehme Überraschung für sie gemeint, da sie sich bei seinen zwar nicht so häufigen, aber in letzter Zeit doch regelmäßigen Vorträgen im Ausland immer beklagte, sie vertrage es nicht, allein in der Wohnung zu sein. Nun gut.

Er warf den Schlüsselbund auf den Kasten neben der Tür, stellte den Koffer weg, zog die Schuhe aus, schaltete den Anrufbeantworter und ließ sich ausatmen. Nun gut, wenn Helga sowieso nicht da ist, hatte er etwas Zeit zum Runterkommen nach einem unruhigen Flug. Das ganze Zentraleuropa verschwand seit mehr als einer Woche unter dem endlosen Schneesturm, schon beim Wegfliegen war es bis zum letzten Moment nicht klar, ob man überhaupt Flugerlaubnis kriegt und dann wo geplant landet. Auch jetzt, beim Rückflug gab es nichts Neues, außer dass man schon in Wien zweimal durchstarten musste, bevor es dem Piloten gelang, die Maschine zu landen. Eine Zigarre wäre jetzt eigentlich gar nicht schlecht…

„…Also, wir sehen uns sowieso im Institut, aber ruf mich vielleicht an, wenn du da bist, oder?“ – ein langer Ton, danach eine weibliche Stimme: „Um die Nachrichten zu löschen..“. Wie erwartet, nichts neues: ein Anruf von der Institutssekretärin, ein von Martin, ein von Anton. Alles wie immer. Na ja, keine Anrufe von Erich, der ist aber seit sechs Monaten in den USA, kein Wunder, dass er nicht checkt, ob Walther schon zuhause angekommen ist oder nicht.

Mayer holte sich eine Zigarre, zündete sie an und setzte sich an seinen Schreibtisch direkt gegenüber dem Schreibtisch von Helga. Ihre Bücher, auf dem Umschlag des Oben-liegenden stand es „Frauen im Leben von Sigmund Freud“. Was schreibt man alles! Wahnsinn. Sein Blick glitt entspannt auf den Papieren und Büchern auf seinem eigenen Tisch: einige nicht geöffnete Couverts, eine noch verpackte Ausgabe „Zeit“, ein ärztlicher Befund, ein paar Rechnungen, eine Stapel studentische Seminararbeiten „zur Pflichtlektüre“ – er hat sie beim Wegfliegen, das hieß, ein paar bevorstehende Abende könnte man aus dem Kalender wegstreichen. Was für ein Befund übrigens?

„Frau Helga Maria Mayer, geboren 13.3. 1954… Schwangerschaft positiv… 13 Wochen… Unauffällige Darstellung v. Fötus…“

Wie? Was? Eine deutliche Pause im Herzrhythmus. Hat sie sich doch anders überlegt? Wann? Wie? Endlich mal… Gott… Mensch! Ist das wirklich wahr?

Ist es im Zimmer so heiß geworden oder ist es bloß dass er fiebrig geworden ist? Oh Gott… Helga, du süße… Ein Kind zu haben…

Mayer zwang sich doch tief ein- und langsam auszuatmen. Dann griff er an das Papier noch fester und las genauer, was da stand. Das Zimmer walzte um ihn herum, irgendeine komische Art kicherndes Lachen kitzelte die Kehle. Er wird Vater sein. Mensch, so was gibt es nicht… Es war so ein Gefühl, als ob er wieder 16 wäre und zum ersten Mal jemanden geküsst hätte. Oder als ob es ihm heimlich mitgeteilt wäre, er kriege nun einen weiteren Doktortitel. Einfach so, für Fleiß, Mühe und Geduld, so zu sagen… Ein Kind zu haben…

Dreizehn Wochen… Automatisch dachte er an die Zeit vor drei Monaten zurück. Es war gerade als er bei Erich in den USA war – offiziell auf einer mehrtägigen Konferenz, aber nicht zuletzt um den alten Freund kurz nach dessen Übersiedlung auf die andere Seite der Welt zu besuchen und zu unterstützen. Eigentlich war es ursprünglich geplant, dass auch Martin und Anton mit ihm nach New York fliegen würden, der Erste flog dann aber schon nach zwei Tagen wieder nach Hause, da seine Mutter einen Herzanschlag erlitt. Der Zweite konnte überhaupt nicht weg aus Wien und rief daher ständig an… Walther selbst blieb gute drei Wochen dort, Helga hatte anscheinend nichts dagegen, sie meinte, sie habe gerade so viel in der Arbeit zu tun gehabt….

Warte mal… Er war doch drei Wochen lang weg… Nein… Was für Blödsinn fällt einem ein! Aber er war doch wirklich drei Wochen lang weg… Es können also keine 13 Wochen sein, es ist wahrscheinlich ein ärztlicher Fehler. Ob Helga das auch bemerkt hat? Musste sie wohl! Es können ja sicherlich keine 13 Wochen sein, außer dass es natürlich… Nein, was für Wahnsinn… Oder?

Das weiße winterliche Zwielicht hinter dem Fenster verwandelte sich langsam in blaue Abenddämmerung. Die Zigarre brannte unberührt im Aschenbecher auf. Als die Wohnungstür aufkam, berührte sich der am Schreibtisch sitzende Mann nicht. Ganz in unruhige Gedanken vertieft, reagierte er nicht, als die weibliche Stimme seinen Namen rief. Erst als Helga an ihm zu ihrem Tisch vorbeiging, sich ihm gegenüber hingesetzt hat und eine schmale, nach Kirschen riechende Zigarette angezündet hat, zuckte Walther gewaltig zusammen und schien aufgewacht.

- Du hast offensichtlich den Befund schon gefunden. – Sagte seine Ehefrau, es war eher eine Aussage, als eine Frage.

Mayer blieb still und nickte schwach. Ihm fielen keine Worte ein.

- Na ja, das war eine Überraschung, muss ich dir ehrlich zugeben. – Grinste Helga und atmete den Rauch ein. – Ich glaube, wir müssen unsren Thermentermin in Oberlaa absagen oder du fährst allein hin, während ich zum Arzt gehe. Ich schließe mich dir dann später ein, m?

- Wie meinst du das? – Fragte er leise.

- Na ja, ich werde doch das Kind sicher nicht behalten, oder? Du weißt es doch selber, ich bin kein Mütterchentyp.

- Du willst abtreiben?

- Natürlich. Besonders jetzt, wo ich vermute, die Professur wäre ja gar nicht so weit entfernt, wie es mir vorher schien. Ein Kind würde mir nun den gesamten Spaß verderben.

So ein grotesker Abend! Ob er nicht träumt? Ob er bei seinem freudlosen Nachdenken nicht lediglich eingeschlafen sei und nun von all diesem Unsinn bloß träume? Dass Helga, die Helga, die er, sowie auch Anton, Martin und Erich, seit der Volksschule kennt, die Helga, seine erste, damals noch ganz unschuldige Verliebtheit, später von seinen Eltern einstimmig gefeierte „allerbeste Wahl“ von ihm, seine Verlobte und Ehefrau schon zu den wilden studentischen Zeiten, seine Partnerin im langen und mühsamen Sozialaufstieg, ob das alles wohl diese vor ihm sitzende Frau war? Es kam ihm vor, als ob er zwar all ihre Gesichtszüge auswendig kannte, all ihre Bewegungen und Intonationen, aber die Person selbst erschien ihm nun zum ersten Mal total unbekannt. War das alles im Ernst gemeint?

- Es ist doch ein Witz, oder? – Walthers Gesicht entspannte sich in einem nervösen Lächeln. – Gut gespielt, ich hab es schon wirklich geglaubt, weißt…

Sie blickte ihn verständnislos an.

- Aber das Ding mit dem Zeugendatum ist trotzdem etwas zu grauslich. Du weißt doch, ich war bei Erich. Ich glaube, ich brauche ein bisschen Wein, willst du auch?

Er stand auf und ging zur Tür.

- Walther, meinst du, ich scherze? – In ihrer Stimme konnte man sogar etwas Empörung heraushören.

- Sicher.

- Sei doch nicht so blöd, wer scherzt mit so was?

Er blieb stehen.

- Aber der Befund… Und das Datum…

Sie durchbohrte ihn mit einem schweren, aber todernsten Blick. Wie ihm Traum kam er wieder zu seinem Tisch, der ganze Körper fühlte sich leblos und mechanisch an, als ob er eine große Puppe wäre, in den jemand kleiner trotz aller Vorstellungen von form- und größenmäßigen Raumnutzung hineingesteckt wäre.

- Wer ist dann der Vater des Kindes? – fragte er schwach.

- Berger. – Sagte sie einfach.

Walther sank langsam in seinen Sessel zurück. Anton. Anton? Anton und Helga? Der war doch gerade nicht in den USA…

Nein, das kann wohl nicht stimmen! Sie sind ja alle gemeinsam aufgewachsen, Anton, Martin, Erich und er. Mayer konnte sich doch noch an die Zeit erinnern, wo Anton (und die anderen Drei auch) seine Milchzähne unter den Kissen versteckte und auf die Zahnfee wartete. Er habe doch mit Anton alles geteilt, von den ersten erotischen Fantasien bis zu großen Problemen der modernen Sprachwissenschaft. Und auch seine Frau?

Anton war der einzige von den Vier, wer nie heiratete. Er lernte Frauen leicht kennen und verabschiedete sich von ihnen genauso leicht. Der letzte Mohikaner, wie Erich ihn nannte (Erich war der vorletzte, bevor ihn seine amerikanische Freundin wegschnappte). „Man lebt das Leben am besten unkompliziert, und ich ziehe vor, unkomplizierte Verbindungen zu haben“ – heißt das nun etwa, dass auch Helga zu diesen „unkomplizierten Verbindungen“ gehörte? Aber wie ist es möglich? Das kann ja gar nicht wahr sein…

- Du schaust doch so aus, als ob es so monströs wäre. – Helga zuckte die Achseln und zündete eine neue Zigarette an. – Was ändert das überhaupt?

- Wie… – Ein starkes Husten wegen dem allzu trockenen Hals. – Wie meinst du das: was ändert das?

Sie zuckte wieder die Achseln.

- Du meinst, du schläfst mit meinem besten Freund und wirst von ihm schwanger und das ändert nichts?

- Ach, Walther, um Himmels Willen! Das klingt ja alles so dramatisch, wenn du es so sagst! – Sie verzog ihr Gesicht in einem Ausdruck der gereizten Enttäuschung. – Wir sind doch in keinem Frauenroman und wir sind keine Kinder mehr. Was ändert das, wer mit wem schläft, solange wir in einer Mannschaft spielen? – er leistete keine Reaktion. – Wieso schweigst du? Schau doch nicht so blöd an, du siehst wie ein Hund aus, den man im Regen vor der Haustür verlassen hat. Wir sind erwachsene, gesunde und – ich bitte dich! – ordentlich gebildete Menschen! Was machen dir diese altmodischen Vorurteile aus? Schau, du bist mein Ehemann, das heißt, du bist mehr als jeder blöder Liebhaber, den ich je haben könnte. Du bist ja mein Verbündeter. Schau, wie wunderbar wir es zusammen schaffen. Ich glaube, meine Professur wird gerade zu unsrem Jahrestag ein wunderbarer Geschenk sein, m? Und das versteht sich ja, dass ich dieses Kind nicht behalten kann, ich wollte es nie, wieso soll ich jetzt meine Entscheidung ändern? Und du, glaubst du wirklich, dass du mit deiner männlichen Träumerei von einer Nachfolge neun Monate lang mein schwangeres Herumjammern aushältst? Und Übelkeit, und komische Esswünsche und was sonst? Und unsre Wohnung sollte man neu gestalten, das heißt die Bibliothek gehört wahrscheinlich raus, m? Nein, geh, das tue ich nicht! Auf so was lasse ich mich sicher nicht ein! – Er schwieg noch. – Du wolltest etwas Wein, oder? Soll ich uns den 1990-r Chardonnay schenken? Ich freue mich so sehr, dass du endlich mal wieder zuhause bist.

Sie ging leicht aus dem Zimmer heraus und er konnte bald hören, wie eine Flasche Wein entkorkt wurde und wie zwei Weingläser an einander klirrten. Ihm wurde leicht übel. Die Fieber war wieder zurück. Als er aufstand und im Badezimmer sein Gesicht wusch, fiel es ihm ein, wie alt und krank sein Gesicht im Spiegel aussah.

Dieses Jahr in April werden es 22 Jahre sein seitdem er Helga heiratete. Am 3 April. Es war ein regnerischer Tag und Helga beklagte sich, dass das Wetter ihre Frisur zerstört hat, eigentlich das Einzige, was an ihr dem Anlass entsprechend war. Sie trug ihre dunkelrote Schlaghose und ein buntes gelb-grün-orangenes Halstuch zu ihrer weißen Bluse. Er hatte seine grüne „Akademikerhose“ aus Kordsamt an und dazu ein schwarzes Hemd mit einer weißen Flitze – Helga hat gemeint, oben sah er wie ein Priester, unten wie ein Popper aus. Er konnte sich nicht satt sehen, sie wirkte so lebendig und glücklich und unglaublich frei in ihrer mädchenhaften Schönheit.

Was blieb nun von all Diesem übrig? Eine Frau, die ihre Kirschenzigaretten rauchte und kaltblütig davon sprach, dass sie von seinem besten Freund schwanger war – daran aber kein Problem fand und sich schon auf den bald kommenden Jahrestag freute. Ein Mann, der vor dem Badezimmerspiegel stand, mit der Übelkeit kämpfte und keine Ahnung hatte, wie er sein noch vor einer Stunde so gemütliches und beneidenswertes Leben weiter treiben sollte. Sollte er nun gehen? Oder anders gefragt: konnte er nun bleiben?

Irgendeine Kraft drang ihn zurück ins Arbeitszimmer, wo Helga gerade die Gläser vom Tablett auf seinen Tisch stellte.

- Sag mal bitte, und wie lange… – Walther suchte nach einem passenden Wort. – Wie lange dauert´s schon zwischen dir und Anton?

Helga blieb kurz bewegungslos, nachdenkend, bevor sie antwortete:

- Wann warst du damals in Prag?

- 1992.

- Na ja, also 3 Jahre wohl. Ich weiß es nimmer, wie es dazu kam, es war wahrscheinlich ein reiner Zufall, weißt. Aber so ist das Leben. – Und sie bot ihm das Glas.

Drei Jahre lang schläft sein bester Freund mit seiner Ehefrau. Und niemand von den Beiden hält es für wichtig, – solange sie beide das offensichtlich für normal halten – ihn, Mayer, zu informieren. Drei Jahre lang war er so blind, dass er nichts bemerkt hat. Hat er nicht gut geschaut? Ob es Zeichen gegeben hat, die er – bewusst oder unbewusst ignoriert hat? Ob er nicht gut genug, nicht aufmerksam genug war? Ob er für Helga nicht ausreichend präsent war? Aber sie wollte nicht mehr als was es gab, sie meinte, er werde mit der Zeit zu süßlich und romantisch, sie meinte, er wirke fast aufdringlich mit seinen Anrufen und Zärtlichkeiten. Was hat er falsch gemacht? Warum? Warum?

- Walther? Bist du immer noch da? – Sie winkte vor seinem Gesicht und lachte dabei etwas nervös und vielleicht ein bisschen zu künstlich.

- Ja. – Antwortete er langsam. Plötzlich war die Entscheidung da. – Aber verzeih mir, nicht für lange.

Das Lächeln blieb für einige Sekunden auf ihrem Gesicht hängen und verschwand dann langsam. Mayer war schon im Vorzimmer und wieder den Mantel an. Helga lief aus dem Arbeitszimmer und blieb stehen, sie wirkte nun verstört.

- Walther, was machst du? Wohin willst du nun? Was ist los?

- Ich muss weg. – Er blickte sie kurz an und fügte höflich hinzu: – Entschuldige mich, ich bin anscheinend nicht wirklich gut an dem Zusammensein für Fortgeschrittene.

- Bleib doch… Walther! Sei doch nicht kindisch, wir können das alles besprechen! Wir sind doch beide vernünftige Menschen. Und das Kind treibe ich sowieso ab, das weißt du schon…

- Treibst du auch Anton ab? Wir sind doch gar nicht zu zweit, aber zumindest zu dritt, nicht?

- Aber wohin gehst du jetzt? Es ist schon dunkel und du bist nach dem Flug müde. – Sie trat zu ihm und streichelte leicht seine Haare, wie sie es schon tausendmal gemacht hat. Diese Geste voll süße Wärme. Seine Frau. Mayer zuckte zusammen und drehte sich zur Tür.

- Mach dir keine Sorgen, Helga, alles wird gut. Er griff an den Koffer und schritt aus der Wohnung, machte die Tür zu und ging schnell die Treppe herunter. Mit jedem Schritt etwas schneller, dann schon laufend. Auf der Straße fiel ihm ein, der Schlüsselbund sei oben geblieben. Es war ihm egal. Walther fand ein Taxi – ein freundlicher Türke half ihm, den Koffer in den Kofferraum zu stecken, als ob es so schwer wäre… Aber vielleicht wirkte er gar nicht gut… Zitternd am ganzen Körper setzte sich Walther ins Auto und gab nach kurzem Nachdenken die Adresse von Martin an. Ein blitzender Gedanke, ein Zweifel, ob er Martin vertrauen konnte, ob auch dieser mit Helga… Aber nein, das wäre schon etwas zu viel. Während der Fahrt starrte er blind die Stadt an. Es gab keine Gedanken, nicht einmal Schmerz, es fühlte sich so an, als ob man bei ihm da innen im Brustkorb das Licht ausgeschaltet hätte. Oder ist es ein Stromausfall? Das wusste Mayer nicht. Nichts mehr war klar. Er war allein, sich selbst unbekannt und von einer fremden Welt umgeben. Wie in einem blöden Witz…

- Haben Sie schon diesen Witz gehört? – Tratschte der Taxifahrer. – Ein Mann kommt nach Hause und findet seine Frau im Bett…

Das ganze Leben ist ein Witz, nicht? Ein Mann kommt nach Hause…





С днем рождения?

26 03 2013

Всё, в чём мы считаем себя выше животных – наше счастье, более личное и более многогранное, наши более глубокие знания и более жесткая душа, наша способность к состраданию и даже наше представление о боге, – всё это куплено одной ценой: мы познали то, что по разумению людей, недоступно животным, познали неизбежность смерти.

Эрих Мария Ремарк

День рождения умершей подруги. Поздравить нас всех с тем, что она была? Поплакать, что одному хорошему человеку 27 марта 2013 года не исполнится несолидных, но забавных 23 года? Прав старый алкоголик и импотент, познание смерти и конечности как-то качественно меняет состав мыслей. Не страх. Что-то другое. Не довлеющая несчастливость.

Милая, мне так жаль, что нельзя разделить весь этот многогранный, захватывающий и бесконечно прекрасный мир с тобой. Очень надеюсь, что где-то Там у тебя теперь мир еще лучше, чем этот, наш. Счастья тебе.





Operation Y

26 03 2013

Ein Geständnis von mir: trotz allem Kosmopolitismus ist es sehr schade, dass die russischsprachige Kultur im “Westen” im besten Fall unbekannt, üblicherweise aber allein mit GULAG und Tolstoj verbunden wird. Ich verleugne hiermit keine Verbrechen des Stalinismus´ und will sicherlich den langatmigen Albtraum des Schulprogramms, Krieg und Frieden in der Gesamtkomplexität des Stoffes nicht beleidigen. Aber als ich meiner besseren Hälfte mal (vor sehr langer Zeit) einen bekannten politischen Witz aus den tiefen 70-r erzählt habe, wurde mir gesagt, so was habe es nicht gegeben – oder wenn schon, dann nur im Zug Richtung Sibirien. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, was sich die Leute vorstellen, was man im “roten Alltag” alles gemacht hat: gearbeitet und auf die Bilder von Lenin gebetet? Quatsch! Als ein Argument – hier ist eine Komödientrilogie (zwei Kurz- und ein normaler FIlm, insgesamt 90 Minuten Zeit) vom berühmten (dort, klar) Regie Gajdaj. Schautest hier in Wien war positiv (mit der Reaktion “Des is oba wiiitzich!”). Auf der Seite von Mosfilm (Moskauer FIlmverbund), offiziell freigestellt und mit engl./franz. Untertitel. Ich freue mich auf weitere Reaktionen und Ihre Kommentare:

Operation Y 








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